Ärzte Zeitung, 23.03.2010

Paralympics: kleines Team, große Erfolge

Mit nur 15 Sportlern am Start und dennoch führend in der Nationenwertung: Die deutschen Behindertensportler zeigten bei den Paralympics überragende Leistungen.

Paralympics: kleines Team, große Erfolge

Langläuferin Verena Bentele freute sich über die Goldmedaille beim 1 km Klassik-Sprint der sehbehinderten Langläufer bei den Paralympics 2010 in Whistler, Kanada. © dpa

VANCOUVER (bee). Fünfter Start, fünfte Goldmedaille: Die blinde Biathletin Verena Bentele aus München ist der Star der Paralympics im kanadischen Vancouver, die am Sonntag zu Ende gingen. Für das deutsche Team, das deutlich kleiner war als vor vier Jahren in Turin, waren die Spiele ein großer Erfolg: Mit einer Goldmedaille mehr gewinnt Deutschland die Nationenwertung knapp vor Russland. Die russischen Athleten erreichten insgesamt aber mehr Medaillen. Mit den 13 Goldmedaillen, fünf Mal Silber und sechs Mal Bronze schnitt das deutsche Team auch deutlich besser ab als in Turin. Damals erreichten die Behindertensportler acht Mal Gold und je fünf Mal Silber und Bronze.

Leistungsträger im Team war neben der 28-jährigen Studentin Verena Bentele auch Gerd Schönfelder. Bei der Premiere der Super-Kombination holte der 39-Jährige, der seit einem Unfall ohne den rechten Arm lebt, seine vierte Goldmedaille in Vancouver. Er hatte zuvor bereits im Riesenslalom, im Super-G und in der Abfahrt Gold gewonnen. Seit 1992 startet er bei den Paralympics und ist mit 16 Siegen und insgesamt 22 Medaillen erfolgreichster deutscher Starter bei Winter-Paralympics. "Das war mein letztes paralympisches Rennen, und so kann man aufhören. Das ist nicht mehr zu toppen."

Kurz nach Schönfelders Wettkampferfolg gewann Martin Braxenthaler (38) seine dritte Goldmedaille in Vancouver. Der querschnittgelähmte Monoskifahrer ging als Fünfter nach dem Super-G in den Wettbewerb und konnte sich mit einem sehr guten Slalomlauf von den Konkurrenten absetzen.

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