Freitag, 24. Mai 2013
Ärzte Zeitung, 24.11.2011

Tschernobyl-Opfer nach Hungerstreik in Klinik

KIEW (dpa). Wegen eines Hungerstreiks gegen die Kürzung ihrer Sozialleistungen sind in der Ukraine etwa 30 Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl in Krankenhäuser gebracht worden.

Insgesamt hätten über 80 Demonstranten um medizinische Hilfe gebeten, berichteten Medien am Donnerstag aus der Industriestadt Donezk im Osten der Ex-Sowjetrepublik.

"Vielen Streikenden geht es schlecht", sagte einer der Organisatoren des Protests. Dutzende setzten die regierungskritische Aktion fort.

Die sogenannten Liquidatoren, die nach dem Super-GAU 1986 die verstrahlten Trümmer des zerstörten Atomkraftwerks beseitigt hatten, demonstrieren seit Tagen mit einer Zeltstadt vor der Rentenbehörde für Verhandlungen mit der Regierung.

Aufgrund der schlechten Finanzlage hatte die Führung unter anderem Extraleistungen für die Liquidatoren und Renten deutlich gekürzt. Auch in der Hauptstadt Kiew und in anderen Gegenden kam es deswegen zu Demonstrationen.

Nach einem Gerichtsbeschluss muss der Rentenfonds den Tschernobyl-Opfern 750 Millionen US-Dollar zahlen. Dies gefährde jedoch die Auszahlung der Renten, argumentiert die Regierung.

| Share
Topics
Schlagworte
Tschernobyl (47)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Adipöse mit schlanken Männern verglichen: Mit 20 fett, mit 50 chronisch krank

Fettleibigkeit in jüngeren Jahren hat fatale Folgen. Das zeigt eine Vergleichsstudie von fetten und schlanken Männern: Jeder zweite 22-Jährige mit Adipositas erkrankt an Diabetes, erleidet einen Infarkt oder stirbt - noch vor seinem 55. Geburtstag. mehr »

Sichere Arzneien: Anti-Fälschungs-Code besteht Feuertaufe

Schwere Zeiten für Arzneifälscher: Ein Code macht jede Medikamentenpackung zum Unikat - ein unkomplizierter Weg zu mehr Sicherheit, sagen die Beteiligten. In der ersten Testphase läuft vieles glatt - doch noch sind nicht alle Probleme gelöst. mehr »

Ausländische Ärzte: Deutsche Sprache, schwere Sprache

Sprachtest für Ärzte aus dem Ausland: In Rheinland-Pfalz müssen ausländische Mediziner ihre Deutschkenntnisse prüfen lassen. Die Kammer will damit Patienten und Kollegen schützen. Bilanz nach zehn Monaten: Viele neue Kollegen scheitern am Test. mehr »