Eine Tollwut-Impfung vor der Reise - und man hat eine Sorge weniger

MÜNCHEN (wst). Tollwut ist in vielen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas, so etwa besonders in Indien, Thailand und China, noch weit verbreitet. Hauptüberträger der bei Ausbruch immer tödlichen Infektion sind streunende Hunde. Reisende in entsprechende Risikoländer sollten verstärkt auf die Vorzüge einer gut verträglichen Schutzimpfung gegen Tollwut hingewiesen werden.

Veröffentlicht:

Planen Touristen eine Reise in ein Land mit nennenswertem Tollwut-Risiko, darf eine Aufklärung über diese Erkrankung in der reisemedizinischen Beratung nicht fehlen, hat Dr. Christian Schönfeld vom Landesinstitut für Tropenmedizin der Charité in Berlin bei einer Veranstaltung von Chiron Behring in München gesagt. Reisende müssen wissen, daß in Endemiegebieten streunende Hunde und Katzen eine ernstzunehmende Infektionsquelle darstellen.

Nicht jeder Mensch, der von einem tollwutkranken Tier gebissen wird, erkrankt auch selbst daran. Doch jeder, der erkrankt, stirbt. Das sind nach WHO-Angaben weltweit jährlich etwa 60 000 Menschen, die meisten davon in Asien. Das Problem ist, daß vor Ausbruch der Krankheit eine klinisch wie labormedizinisch völlig stumme Inkubationszeit von Monaten vorangeht.

Deshalb steht für Ungeimpfte nach Verletzung durch suspekte Tiere die schnellstmögliche Postexpositionsprophylaxe zur Diskussion. Reisende müssen aber auch wissen, daß in vielen Ländern der Dritten Welt eine bei uns übliche optimale Postexpositionsprophylaxe nicht gewährleistet ist. Notwendige Immunglobuline zur passiven Immunisierung sind vielfach nicht verfügbar.

Und für die zusätzlich erforderliche postexpositionelle aktive Immunisierung stehen oftmals nur Nervengewebs-Impfstoffe zur Verfügung, die in Deutschland obsolet sind und eine hohe Rate an unerwünschten Wirkungen haben.

All diese potentiellen Entscheidungskonflikte und Risiken erspart sich weitgehend, wer sich vor der Reise für eine vorbeugende Impfung entscheidet. Das Unternehmen bietet dafür Rabipur® an. Nach zwei bis fünf Jahren sollte die Grundimmunisierung aufgefrischt werden. Dazu gibt es drei intramuskuläre Injektionen im Abstand von sieben und 14 Tagen, am besten in den Oberarm.

Weitere Infos zu Tollwut unter der Internet-Adresse www.toll-wut.de

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

© DG FotoStock / shutterstock

Update

Neue Podcast-Folgen

Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Herz mit aufgemalter Spritze neben Arm

© Ratana21 / shutterstock

Studie im Fokus

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Prävention durch Influenzaimpfung?

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Junge Frau spricht mit einer Freundin im Bus

© skynesher | E+ | Geytty Images

Update

Impflücken bei Chronikern

Chronisch krank? Grippeimpfung kann Leben retten

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten