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Im Süden für alte Reisende zu heiß

DRESDEN (ug). Alten Menschen sollte man zur Zeit von einer Reise in südeuropäische Länder, wo es gerade sehr heiß ist, abraten.

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Bei alten Menschen funktioniere die Thermoregulation bekanntlich nicht mehr so gut, erklärt der Tropenmediziner Dr. Bernd Zieger aus Dresden. Die Gefahr sind Hitze-Krankheiten wie Hitzekollaps, Hitzekrämpfe oder Sonnenstich. "Das kann dann sehr, sehr schnell gehen", sagt Zieger im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Gefährdet sind besonders Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, endokrinologischen oder psychischen Krankheiten und Krebskranke.

Außerdem können manche Medikamente die Thermoregulationsmechanismen zusätzlich beeinflussen, was zu besonders großen Problemen führen kann: Schilddrüsen-Hormonpräparate, Amphetamine und trizyklische Antidepressiva erhöhen die körpereigene Wärmeproduktion, Haloperidol vermindert das Durstgefühl, Antihistaminika, Anticholinergika und Phenothiazine reduzieren die Schweißsekretion.

Sollten Patienten, die solche Arzneien nehmen, eine Reise in ein heißes Land nicht aufschieben können (oder wollen), sollte man überlegen, die Dosis zu reduzieren oder die Medikamente kurzfristig abzusetzen, meint Zieger. Außerdem sollte man ihnen und möglichst auch mitreisenden Partnern die ersten Zeichen von Hitze-Krankheiten erklären und Instruktionen für den Notfall mitgeben.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Hitze - darüber muß man mit chronisch kranken Reisenden sprechen

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