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Medizintips

Faustregel für die Malaria-Beratung

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Wer nach Südafrika fährt, braucht eine gute reisemedizinische Beratung. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf empfiehlt die Standardimpfungen, vor allem gegen Tetanus und Diphtherie, aber auch gegen Polio. Zusätzlich können Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus (wenn etwa Rucksackreisende Hygienemängel in Kauf nehmen), gegen Hepatitis B (wenn soziale Kontakte absehbar sind) und bei möglichen Tierkontakten auch gegen Tollwut nötig sein.

Auch Malaria ist ein Thema. Die Malaria-Beratung für Südafrika-Touristen ist aber nicht einfach. Denn das Risiko schwankt je nach Saison durch klimatische und geographische Einflüsse. Das wiederum hat Einfluß auf die jeweils nötige Prophylaxe. Deshalb sollte man sich erkundigen, wie die aktuelle Situation im Reisegebiet ist.

Primär geht es um die Frage: Ist eine Chemoprophylaxe nötig, oder reicht ein sorgfältiger Mückenschutz aus? Dr. Klaus Volkmer vom CRM hat eine Faustregel: Er rät dann zur Chemoprophylaxe,

  • wenn es sich um eine Safari oder ein Trekking handelt,
  • bei kurzer Reisedauer in der Regenzeit (November bis Mai),
  • wenn Plasmodium falciparum die im Reisegebiet vorherrschende Parasitenart ist,
  • wenn Resistenzen vorhanden sind,
  • wenn geplante Unterkünfte wohl nicht mückensicher sind,
  • wenn abends Außenaktivitäten geplant sind
  • und wenn vor Ort nicht immer ein Arzt zu erreichen ist.

Empfohlen wird entweder Mefloquin, die Kombination Atovaquon/Proguanil oder Doxycyclin.

Ansonsten könnten sich Touristen meist mit gutem Mückenschutz begnügen. Es kann aber sinnvoll sein, ein Stand-by-Medikament mitzugeben. (ug)

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