Ärzte Zeitung, 19.10.2006

Hochsaison für Dengue-Fieber in der Karibik

DÜSSELDORF/BERLIN (ug). Dengue-Fieber hat zur Zeit, in der noch andauernden Regenzeit, Hochsaison in der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika. In manchen Ländern, etwa in der Dominikanischen Republik, sind in diesem Jahr ungewöhnlich viele Menschen infiziert.

Fast 4000 Infizierte seien in der Dominikanischen Republik in dieser Saison ins Krankenhaus gekommen, meldet der Reisegesundheits-Service TravelMED in Düsseldorf. Mehr als 70 von ihnen hätten am Dengue hämorrhagischen Fieber gelitten - ein sehr hoher Anteil für dieses Land.

Auch in anderen karibischen Ländern stiegen zur Zeit die Fallzahlen. Erstmals hätten auch die kubanischen Behörden bestätigt, daß es in dem Land zunehmend Probleme mit Dengue-Fieber gebe. Nach privaten Quellen seien 10 000 Menschen infiziert, so TravelMED. Touristen sollte man raten, sich gut vor den tag- und nachtaktiven Überträgermücken zu schützen.

144 Patienten mit Dengue-Fieber sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) 2005 gemeldet worden, eine Patienten hatte hämorrhagisches Fieber. Alle haben überlebt. 2004 waren es 121 Infizierte gewesen. Das RKI geht von einer großen Dunkelziffer aus. Immer häufiger bringen Touristen die Infektionen aus Ländern außerhalb Asiens mit, vor allem aus Mittelamerika.

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Herausforderung Dengue-Fieber

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