Ärzte Zeitung, 21.04.2012

Immer häufiger Hinweise auf Amok-Drohungen

Zehn Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt sind Lehrer in Deutschland häufig mit Hinweisen auf Mobbing oder Gewaltandrohungen konfrontiert.

Das geht aus ersten Auswertungen eines Krisenpräventionsprojekts der FU Berlin hervor. Sieben Prozent der befragten Pädagogen hätten von Amokdrohungen berichtet, so Professor Herbert Scheithauer, Leiter des Networks Against School Shooting (Netwass).

Außerdem sei es im Durchschnitt viermal pro Jahr um Mobbingfälle gegangen, zwei- bis dreimal hätten die Lehrer bei Kindern besorgniserregende Verhaltensänderungen bemerkt.

Der Studie zufolge hat jeder fünfte Lehrer im letzten Jahr von Suizidgedanken von Schülern erfahren, fast jeder achte hörte von Todesandrohungen unter Jugendlichen. An der Untersuchung nahmen 3500 Lehrer teil. (dpa)

Topics
Schlagworte
Schule (648)
Organisationen
FU Berlin (58)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »