Ärzte Zeitung, 28.01.2005

Fast jede dritte Sportstunde an deutschen Schulen fällt aus

Deutscher Sportbund legt Ergebnisse neuer Studie vor

NEU-ISENBURG (Smi). Von den vorgesehenen drei Schulstunden Sport pro Woche fällt im Durchschnitt eine aus. An Haupt- und Grundschulen werden die Schüler im Sport zudem oft von fachfremden Pädagogen unterrichtet, wie eine bundesweite Studie offenlegt.

Für die Untersuchung zum Sportunterricht in Deutschland (DSB-SPRINT-Studie) sind 8863 Schüler zwischen neun und 16 Jahren sowie 1158 Sportlehrer, 191 Schulleiter und 4352 Eltern befragt worden. Die Zwischenbilanz der Studie, die vom Deutschen Sportbund (DSB) und den fünf früheren deutschen Bewerber-Städten für Olympia 2012 finanziert wurde, hat jetzt der DSB vorgelegt.

Die wichtigsten Ergebnisse: Im Sekundarbereich werden von drei vorgesehenen nur 2,2 Stunden gegeben. Bundesweit werden zwar 80 Prozent der Sportstunden von Sportpädagogen erteilt; in den Hauptschulen jedoch wird etwa ein Drittel des Sportunterrichts von fachfremden Pädagogen unterrichtet, in den Grundschulen sogar die Hälfte.

An vielen Schulen seien die Sportlehrer überaltert, heißt es: Die 45- bis 60jährigen Sportlehrer sind der Studie zufolge stärker in den Kollegien vertreten als die 30- bis 45jährigen.

Die Wertschätzung für das Fach Sport ist trotzdem hoch: Nur 13 Prozent der Schüler halten Sport für unwichtig, 80 Prozent der Eltern betonen die Bedeutung des Sports.

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