Sportliche Eltern motivieren Kinder zu mehr Bewegung

Veröffentlicht:

Das soziale Umfeld ist wichtig, um Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren. "An erster Stelle steht die Vorbildrolle der Eltern", unterstrich der Jenaer Sportmediziner Professor Holger Gabriel bei einem Symposium der Universität Jena zum Thema Jugendsport und Doping.

Der Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen sei bei weitem nicht nur auf Fernsehkonsum und PC-Spiele zurückzuführen. Empirische Untersuchungen belegten, daß eine sportlich aktive Mutter die Chance verdoppelt, daß auch das Kind sportlich aktiv ist. Ein sportlicher Vater verdreifache diese Chance sogar.

"Sind beide Elternteile bewegungsaktiv, erhöht sich die Chance, daß auch das Kind Spaß an Bewegung hat, auf das Sechsfache", sagte der Inhaber des Lehrstuhls für Sportmedizin der Uni Jena.

Mit zunehmendem Alter gewinne das weitere soziale Umfeld größeren Einfluß. Bei Heranwachsenden treten Freunde und Mitschüler immer mehr an die Stelle der Eltern als Bezugspersonen für die Entwicklung von Wertvorstellungen. Es kommt darauf an, ob im Freundeskreis Sport dominiert oder, angefangen bei der Zigarette, Drogen das soziale Image prägen.

Gabriel plädierte für eine bessere Förderung des Jugendsports, für wöchentlich vier Stunden Sportunterricht an den Schulen und mehr Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen. (dür)

Mehr zum Thema

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Herzinsuffizienz

HFpEF: Sport hilft – wenn er durchgezogen wird

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ein kleiner Stups

Mit Nudging-Interventionen die Grippe-Impfrate steigern

Metabolomics

Asthma: Künftig Bluttest zur Vorhersage von Exazerbationen?

Lesetipps
Arzt-Patient-Kontakt

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Depression, Angst, Schmerzen

Was zeichnet „schwierige“ Patientinnen und Patienten aus?