Kammer mahnt zu Wachsamkeit beim Doping

DÜSSELDORF (kab). Der Missbrauch von Dopingsubstanzen hat längst auch Freizeitsportler erfasst. Mindestens 200 000 Hobby-Athleten nehmen solche Substanzen ein, sagte Dr. Arnold Schüller von der Ärztekammer Nordrhein.

Veröffentlicht:

Vielen seien die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Substanzen gar nicht bewusst. Niedergelassene Ärzte rief er zu mehr Wachsamkeit auf. "Wir brauchen eine Art Erkennungsdienst in der Praxis."

Einige Hausärzte unterstützten Doping unbewusst, erklärte Schüller. Vorsicht sei etwa geboten, wenn Patienten immer wieder nach ephedrinhaltigen Hustensäften fragten. Die Zahl der "Drogendealer im weißen Kittel", die aktiv Doping fördern, sei aber sehr klein. Meist würden die Mediziner mit dem Thema konfrontiert, wenn die Sportler mit entsprechenden Krankheiten wie Anabolika-Akne in die Praxis kommen.

Dopingsubstanzen werden nicht nur genutzt, um beim Marathon oder Volks-Radrennen besser abzuschneiden, erklärte Dr. Hans Geyer, Geschäftsführer des Zentrums für präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln. Bei einer Untersuchung in Kölner Jugendzentren griffen sieben Prozent zu Anabolika. "Sie nehmen das aus ästhetischen Gründen", so Geyer. Außerdem seien einige Substanzen als Schlankheitsmittel beliebt.

"Doping ist ein Problem der Leistungsgesellschaft an sich", sagte Jörg Björesson. Der ehemalige Bodybuilder hat selbst gedopt, mittlerweile hat er die Initiative Dopingfreier Sport gegründet. Besonders über das Internet seien die Mittel für Jugendliche problemlos erhältlich. Er fordert daher mehr Aufklärungskampagnen.

Mehr zum Thema

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Herzinsuffizienz

HFpEF: Sport hilft – wenn er durchgezogen wird

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Praxis-PC, Konnektor und andere Elektrogeräte

Elektroschrott: Wie Praxen Altgeräte sicher entsorgen

Lesetipps
Röntgenaufnahme des Thorax zur Diagnose von Atemwegserkrankungen.

© yta / stock.adobe.com

Röntgen-Thorax führte zur Diagnose

Kasuistik: Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie