Ärzte Zeitung, 06.05.2008

KOMMENTAR

Wachstum steckt in Innovationen

Von Hauke Gerlof

Viel Furore macht derzeit die Studie "Deutschland 2020" der Unternehmensberatung McKinsey. Das Unternehmen beschreibt zwei mögliche Wachstumspfade für Deutschland. Im optimistischen Szenario heißt es, dass in der Gesundheitsbranche bis 2020 eine Million neue Vollzeitstellen geschaffen werden könnten.

Nun ist es Teil des Berufsbildes von Unternehmensberatern, regelmäßig auf sich aufmerksam zu machen -zum Beispiel mit spektakulären Aussagen in Zukunftsstudien. Gerade das Gesundheitswesen ist da ein beliebtes Feld. Mit der aktuellen Studie hat McKinsey sich nachhaltig ins Gespräch gebracht.

Eine andere Frage ist die nach der Substanz der Studie, abseits der Schlagzeilen über ein "Wegbrechen der Mittelschicht" oder den "Weg zurück an die Spitze". Ganz neu sind die Ideen McKinseys nicht, die Einnahmebasis des Kassensystems zu verbreitern, um den Deckel von den Budgets zu bekommen und so die Folgen des demografischen Wandels tragen und Innovationen weiterhin bezahlen zu können.

Immerhin mag es nützlich sein, Politiker einmal mehr auf die überragende Bedeutung der Innovationen für eine Volkswirtschaft hinzuweisen. Deutschland als Exportweltmeister braucht hoch innovative Industrien und hoch effizient organisierte Dienstleistungen, um Wachstum zu erreichen. Es gehört zu den Verdiensten der Unternehmensberater, dabei die Rolle des Staates nicht kleiner zu reden, als sie ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »