Ärzte Zeitung, 14.07.2008

Koalition gegen Kommerz und Konkurrenz

BAD NEUSTADT (HL). Ein Zusammenschluss niedergelassener Ärzte mit den Konzernen kirchlicher und freigemeinnütziger Gesundheitsunternehmen aus dem Rhön-Grabfeld-Kreis protestiert in einem offenen Brief gegen die angebliche Amerikanisierung im deutschen Gesundheitswesen.

Den Protestbrief haben rund 120 Ärzte verschiedenster Fachrichtungen sowie Pflegeleitungen und Kirchenrepräsentanten unterzeichnet. Kritisiert wird darin, dass der Wettbewerb das Gesundheitssystem bezahlbar machen soll und dass sich öffentliche Träger aus dem Gesundheitswesen zurückziehen.

Mit den Reformgesetzen der letzten Jahre, unter anderem auch durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz, sei privaten und ausländischen Investoren die Tür weit geöffnet worden, so dass sie sich in Deutschland rasch ausbreiten und Gewinn erzielen könnten. Dies werde von den Beitragszahlern der Krankenversicherung finanziert.

"Bitter zu spüren" zu spüren bekämen dies diejenigen Personen, die die Hauptlast in der Gesundheitsversorgung trügen: niedergelassene und angestellte Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »