Ärzte Zeitung, 26.08.2008

Kommentar

Es geht um den Nutzen für Patienten

Von Ilse Schlingensiepen

Spitzenforschung darf kein Selbstzweck sein. Gerade in der Medizin bemisst sich der entscheidende Wert der Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit daran, welchen Nutzen sie für die Patienten haben -wenn sie schließlich in der Versorgung ankommen.

Es ist gut, dass auch das Bundesforschungsministerium das erkannt hat und nicht nur Mittel für die Exzellenzinitiative zur Förderung der universitären Spitzenforschung bereitstellt, sondern auch für Initiativen wie das Programm "Krankheitsbezogene Kompetenznetze".

Den Auftakt macht das Kompetenznetz Degenerative Demenzen. Ein erklärtes Ziel der Wissenschaftler ist es, die Brücke zwischen der Grundlagen- und der Versorgungsforschung zu schlagen. Zeichnen sich neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten ab, wollen die Mediziner dafür sorgen, dass sie den Ärzten in Klinik und Praxis so schnell wie möglich zur Versorgung ihrer Patienten zur Verfügung stehen.

Besonders positiv ist, dass die Wissenschaftler auf die Kooperation aller beteiligten Disziplinen setzen. Sonst wäre die Herkulesaufgabe, der sie sich angesichts einer gesundheitspolitischen Herausforderung wie der Demenz gestellt haben, wohl auch nicht zu bewerkstelligen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »