Ärzte Zeitung, 14.10.2008

Passivrauchen bleibt gefährlich!

Bayerischer Ärztetag reagiert auf CSU-Pläne

WÜRZBURG (sto). An der Gefährlichkeit des Passivrauchens hat sich durch den Ausgang der Landtagswahl in Bayern nichts geändert. Mit dieser Feststellung hat der Bayerische Ärztetag in Würzburg auf die Absicht der CSU reagiert, das Rauchverbot in Bayern wieder zu lockern. Nichtraucherschutz müsse ein vorrangiges Ziel der Gesundheitspolitik bleiben, forderten die Delegierten.

Im Passivrauch seien viele teils giftige, teils krebserregende Stoffe enthalten. Die Gefahren, die vom Passivrauch ausgehen, seien kein abstrakt-theoretisches Risiko. Betroffen seien vielmehr 2140 Nichtraucher, die deshalb jährlich an koronarer Herzkrankheit, 770 Menschen, die an Schlaganfall und 260 Menschen, die an Lungenkrebs sterben, erklärte der Ärztetag.

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