Ärzte Zeitung, 05.11.2008

Kommentar

Gute Aussichten an der Ostsee

Von Dirk Schnack

Wer sich als Hausarzt in Mecklenburg-Vorpommern niederlassen will, darf sich auf breite Unterstützung freuen: KV und Kammer empfangen die Ärzte mit offenen Armen und legen durch eine enge Abstimmung mit der Uni Rostock schon in der Ausbildung die Grundlagen für eine Bindung an das Küstenland.

Die finanzielle Seite stimmt: Hausärzte müssen nicht befürchten, an der Ostsee weniger zu verdienen als anderswo. Auch wer als Hausarzt einen Arbeitsplatz für seinen Partner sucht, kann von den Kommunen Unterstützung erwarten. Dass die Verantwortlichen trotzdem seit Jahren an der Uni Rostock den Medizinernachwuchs nach ihren Wünschen befragen, ist zu begrüßen.

Allerdings kann keine Körperschaft jeden Wunsch erfüllen. Anfragen etwa nach einem "Vätergeld" für Hausärzte mit Nachwuchs gehören dazu. Gut überlegen sollten sich die Körperschaften auch, ob sie der Forderung eines Weiterbildungsassistenten nach einer Quote für junge Hausärzte in den ärztlichen Gremien folgen. Vergleichbare Forderungen könnten dann auch andere Minderheiten stellen, etwa Landärzte. Wahlen verlören damit ihre Funktion. Besser wäre es, die jungen Bewerber würden die Wähler inhaltlich überzeugen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Bier, Jazz und Jobs für den Partner - so wirbt der Nordosten um junge Mediziner

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »