Ärzte Zeitung, 23.12.2008

Kapital fürs Alter kann der Versicherte nun mitnehmen

Alterungsrückstellungen machen die private Krankenversicherung demografieresistent. Sowohl in der Pflege- wie auch in der Krankenversicherung haben die PKV-Unternehmen beachtliche Kapitalstöcke aufgebaut.

Auf inzwischen über 120 Milliarden Euro ist der Betrag der Alterungsrückstellungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung im Jahr 2007 gewachsen. Bislang galt: Wer als Privatversicherter das Versicherungsunternehmen wechselte, verlor die durch seine Prämien mit aufgebauten Rückstellungen und musste beim neuen Versicherer von vorne beginnen. Die Folge: Vor allem für Ältere ist ein Wechsel viel zu teuer. Ein Wettbewerb um ältere Versicherte findet in der PKV bisher praktisch nicht statt.

Mit dem Wettbewerbs-Stärkungsgesetz ist dies geändert worden. Nun werden bei einem Versicherungswechsel die Alterungsrückstellungen auf das neue Versicherungsunternehmen übertragen. Das gilt allerdings nur für den bislang versicherten Leistungsumfang, nicht für aufgestockte Leistungen.

Die PKV klagt gegen diese Neuregelung. Sie steht auf dem Standpunkt, dass Alterungsrückstellungen kein Eigentum eines bestimmten Versicherten sind, das bei Wechsel einer Versicherung mitgegeben werden muss, sondern dass die Alterungsrückstellungen dem Versichertenkollektiv einer Versicherung insgesamt gehören - unteilbar. (HL)

Lesen Sie dazu auch:
Solidarität - eine bittere Pille für die PKV
Für den Notfall gedacht: der Basistarif der PKV

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »