Ärzte Zeitung, 22.12.2008

GBA ebnet Weg für Mindestmenge in Neonatalversorgung

BERLIN (ble). Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat am Donnerstag eine "Regelmäßigkeitszahl" für die stationäre Versorgung von Früh- und Neugeborenen beschlossen. Künftig müssen Kliniken pro Jahr regelmäßig mindestens zwölf Behandlungen von Frühchen und Neugeborenen vorweisen.

Kliniken, die weniger Frühchen behandeln, scheiden aus der Versorgung aus. Zudem müssen die Kliniken ihre Ergebnisdaten einschließlich der Sterblichkeitsrate veröffentlichen. 2009 will der GBA prüfen, ob die Einführung einer Mindestmenge erforderlich ist.

Zudem erweiterte der GBA das Spektrum möglicher ambulanter Klinikbehandlungen nach Paragraf 116b um angeborene Skelettsystemfehlbildungen, schwer wiegende immunologische Erkrankungen, Anfallsleiden und neuromuskuläre Erkrankungen. Die Zustimmung des Gesundheitsministeriums steht noch aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »