Ärzte Zeitung, 20.01.2009

Pflegekassen im Minus trotz Beitragserhöhung

WIESBADEN (fst). Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Quartalen 2008 ein Defizit von 1,5 Milliarden Euro verbucht, hat das Statistische Bundesamt am Dienstag mitgeteilt.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichneten sie einen Überschuss von 200 Millionen Euro. Die gesetzliche Pflegeversicherung konnte ihr Defizit bis Ende September 2008 auf 100 Millionen Euro verringern (Vorjahreszeitraum 2007: 500 Millionen Euro). Ursächlich dafür ist die Beitragserhöhung auf 1,95 Prozent (Kinderlose 2,2 Prozent) zum 1. Juli 2008. Daher stiegen die Einnahmen der Pflegekassen um 7,4 Prozent, die Ausgaben nahmen um 3,8 Prozent zu.

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