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Ärzte Zeitung, 23.06.2009

Präventionsziele verfehlt

Bundesregierung räumt Versäumnisse ein

BERLIN(ras). Die Bundesregierung hat beim Kinder- und Jugend-Ärztetag in Berlin eingeräumt, die Prävention in dieser Legislaturperiode nicht vorangebracht zu haben.

So sei es weder gelungen, ein Präventionsgesetz noch die primäre Prävention als festen Bestandteil der Vorsorgen zu etablieren. Rolf Schwanitz, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, hält es dabei für "grotesk", dass insbesondere die Krankenkassen den Ärzten kaum Angebote unterbreiten, um Krankheiten zu verhindern. Schwanitz: "Wir müssen endlich rein in Kitas und Schulen mit primär präventiven Angeboten."

Diese Notwendigkeit sieht auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Verbandspräsident Dr. Wolfram Hartmann kritisierte in Berlin, dass auch die neue Kindervorsorge U 7a allein auf Krankheitsfrüherkennung ausgerichtet sei. Viel wichtiger sei es heute, dass Sprachstörungen oder Ernährungsfehler bei Kindern erst gar nicht auftreten. Dafür allerdings fehlten den Pädiatern in der Praxis bisher die Instrumentarien.

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Weit aus dem Fenster gelehnt

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