Ärzte Zeitung, 22.06.2009

Aids-Stiftung kämpft mit Defizit und muss Projekte streichen

DÜSSELDORF(frk). Die Deutsche Aids-Stiftung muss sparen. Zwar stiegen die Spenden und ähnliche Zuwendungen im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 295 000 Euro auf 2,7 Millionen Euro. "Doch was wir hier an Mehreinnahmen haben, fehlt uns auf der Kapitalanlageseite", sagt Dr. Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aids-Stiftung. Wegen der Finanzkrise gingen die Kapitalerträge um 275 000 Euro auf 653 157 Euro zurück.

Auch aufgrund von Abschreibungen verzeichnete die Stiftung ein Defizit von 741 018 Euro. Sie reagiert darauf mit Einsparungen sowie durch eine Verschiebung der Schwerpunkte bei ihren Hilfen. "Sinkende Einnahmen zwingen uns dazu, unsere Unterstützung auf die Bedürftigsten zu konzentrieren", sagt Uleer. Künftig soll es weniger Einzelhilfen, dafür aber mehr projektbezogene Unterstützung geben, zum Beispiel für das betreute Wohnen. Insgesamt bewilligte sie fast zwei Millionen Euro an Fördermitteln. Wegen des Sparzwangs hat die Aids-Stiftung vier der einst 20 Vollzeitstellen abgebaut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »