Ärzte Zeitung, 13.08.2009

Hessens Eltern setzen bei Arznei-Infos nicht aufs Internet

OFFENBACH/MAINZ (ras). Greifen Eltern bei gesundheitlichen Problemen ihrer Kinder auf Informationen aus dem Internet zurück, bewerten sie, je nach Bundesland, die Ergebnisse höchst unterschiedlich.

Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infas gezeigt. Besonders skeptisch sind dabei offenbar Eltern aus Hessen, als besonders vertrauenswürdig gelten Online-Informationen dagegen Familien aus Rheinland-Pfalz.

Befragt wurden 3200 Eltern zum Thema Kinder und Arzneimittel. Dabei zeigte sich aber auch, dass zwei Drittel der Befragten über die Informationen aus dem Internet mit ihrem Arzt sprechen. Ein Drittel sucht Rat beim Apotheker.

Wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht, verlassen sich allerdings nur 20 Prozent der hessischen Eltern auf Online-Informationen. Damit gehören sie gemeinsam mit den Brandenburgern (18 Prozent) zu denjenigen, die dieses Medium bei Gesundheitsfragen eher zurückhaltend einsetzen.

Dagegen greift fast jedes dritte Elternpaar in Rheinland-Pfalz und im Saarland auf Informationen aus dem Internet zurück (32 Prozent). Diese schenken bundesweit den Fundstellen im Internet auch das größte Vertrauen. 82 Prozent gaben an nicht zu prüfen, ob die Online-Informationen zutreffend und vollständig sind. Auch hier sind Eltern aus Hessen die größten Skeptiker.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »