Ärzte Zeitung, 01.09.2009

Wechsel in Gesundheitsressorts möglich

Nach der Landtagswahl: Neue Minister in Sachsen, Saarland und in Thüringen? / Kaum Ärzte in den Landtagen

NEU-ISENBURG (bee). Nach den Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen haben die Parteien mit ersten Sondierungsgesprächen für künftige Koalitionen begonnen. Bei der Wahl schafften viele Gesundheitspolitiker und einige Ärzte den Einzug in die drei Länderparlamente.

Für den Arzt Dr. Thomas Hartung (Linke) kam der Wahlsieg in seinem Wahlkreis Weimar Stadt überraschend: Er siegte vor seinem Konkurrenten von der CDU, der an sich als Favorit galt. Seinen Erfolg habe er auch seinem Bekanntheitsgrad als Arzt zu verdanken, so Hartung. Im Nachbarwahlkreis Weimar Land gewann die derzeitige Thüringer Gesundheitsministerin Christine Lieberknecht (CDU) mit 37,2 Prozent der Stimmen deutlich vor den Kandidaten der Linken und der SPD. Ob sie allerdings weiterhin im Ministeramt bleibt, hängt davon ab, ob es eine große Koalition zwischen CDU und SPD in Thüringen gibt. Bei anderen Konstellationen könnte sich auch der Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) ändern, den Thüringen bis Ende des Jahres inne hat.

Auch in Sachsen hat die Chefin des Gesundheitsressort Christiane Clauß (CDU) ihren Wahlkreis Leipzig Stadt gewinnen können - mit 28,9 Prozent holte sie den Wahlkreis, der vor fünf Jahren noch an die SPD ging. Ob die gelernte Krankenschwester auch in einer neuen Koalition das Ministerium in Dresden leiten wird, ist derzeit noch nicht klar. Außerdem bekommt der Urologe Dr. Hans-Jürgen Schuster einen Sitz im Parlament, Dr. Johannes Müller von der NPD verteidigte sein Mandat.

Im Saarland war bereits vor der Wahl deutlich, dass die Leitung im Gesundheitsressort wechseln wird. Wenn die SPD an der Regierung beteiligt ist, steht mit Cornelia Hoffmann-Bethscheider eine "Schattenministerin" für das Gesundheitsressort bereit.(wir berichteten).

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