Ärzte Zeitung, 08.09.2009

Baden-Württemberg schreibt Gestaltung von Heimen vor

STUTTGART (fst). Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg eine eigene Heimbauverordnung erlassen, die seit Anfang dieses Monats gilt. Mit der Föderalismusreform war das Heimrecht vom Bund auf die Länder übergegangen. Bei einer Übergangsfrist von zehn bis maximal 25 Jahren ist in der Verordnung vorgeschrieben, dass jeder Heimbewohner über einen Einzelraum mit eigener Dusche und WC verfügen soll. Ausdrücklich heißt es, der Wohnraum solle den Bewohnern eine "geschützte Privat- und Intimsphäre bieten".

Wohngruppen sollen maximal bis zu 15 Plätze umfassen. Die baulichen Zusatzkosten sollen sich, umgelegt auf den Tagessatz, auf bis zu 1,20 Euro addieren, gibt das Ministerium an. Kritik haben die neuen Vorgaben beim Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste ausgelöst, der 330 vollstationäre Pflegeeinrichtungen im Südwesten vertritt. Die Verordnung greife "massiv in die Eigentumspositionen der Träger bestehender Einrichtungen ein", so der bpa.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »