Ärzte Zeitung, 08.09.2009

Baden-Württemberg schreibt Gestaltung von Heimen vor

STUTTGART (fst). Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg eine eigene Heimbauverordnung erlassen, die seit Anfang dieses Monats gilt. Mit der Föderalismusreform war das Heimrecht vom Bund auf die Länder übergegangen. Bei einer Übergangsfrist von zehn bis maximal 25 Jahren ist in der Verordnung vorgeschrieben, dass jeder Heimbewohner über einen Einzelraum mit eigener Dusche und WC verfügen soll. Ausdrücklich heißt es, der Wohnraum solle den Bewohnern eine "geschützte Privat- und Intimsphäre bieten".

Wohngruppen sollen maximal bis zu 15 Plätze umfassen. Die baulichen Zusatzkosten sollen sich, umgelegt auf den Tagessatz, auf bis zu 1,20 Euro addieren, gibt das Ministerium an. Kritik haben die neuen Vorgaben beim Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste ausgelöst, der 330 vollstationäre Pflegeeinrichtungen im Südwesten vertritt. Die Verordnung greife "massiv in die Eigentumspositionen der Träger bestehender Einrichtungen ein", so der bpa.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »