Ärzte Zeitung, 06.10.2009

AOK gegen Hektik bei Korrekturen am Gesundheitsfonds

BERLIN (HL). Neun Monate nach Inkrafttreten des Gesundheitsfonds gibt es aus der Sicht des AOK-Bundesverbandes keinen Grund, überstürzte Veränderungen vorzunehmen. Es sei besser, dass sich erst einmal die positiven und wettbewerbsverstärkenden Effekte des Gesundheitsfonds entfalten könnten, sagte der stellvertretende Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, in Berlin.

Er reagierte damit auf eine Analyse in der jüngsten Ausgabe des "Spiegel". Der Kern der Kritik: Ärzte und interessierte Krankenkassen plündern durch Überdiagnose den Gesundheitsfonds aus. Der im Gesundheitsfonds durchgeführte Morbi-RSA wird als Hauptursache für die in diesem Jahr überdurchschnittlich steigenden Gesundheitsausgaben genannt.

Graalmann stellt dazu klar: Ausgabenzuwächse von zehn Milliarden Euro für Krankenhäuser und Vertragsärzte hätten nichts mit dem Fonds zu tun, sondern mit dem wachsenden Behandlungsbedarf einer älter werdenden Gesellschaft. Niemand solle an eine "Wunderheilung" glauben, indem mit der Abschaffung des Fonds das Problem steigender Ausgaben gelöst werde.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (73876)
Organisationen
AOK (7021)
Spiegel (1051)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »