Ärzte Zeitung, 12.10.2009

Mahnungen gegen Schweinegrippe-Impfung nehmen zu

Mahnungen gegen Schweinegrippe-Impfung nehmen zu

MÜNSTER (iss). Die Kritik von Ärztevertretern zur H1N1-Impfung nimmt wieder zu. So mahnt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, zu einem vorsichtigen Umgang mit dem Thema. Es sei zu früh, jetzt schon groß angelegte Impfaktionen zu propagieren. "Wenn wir jetzt massenhaft impfen, ist das ein Modellversuch, dessen Folgen noch nicht absehbar sind", sagt Windhorst.

Noch stehe nicht fest, welche Nebenwirkungen die Impfung hat und für welche Personengruppen sie gefährlich sein könnte, begründet er seine Haltung. "Wir müssen zunächst den Nutzen und den Schaden abwägen." Er selbst werde sich nur gegen die saisonale Influenza impfen lassen, nicht aber gegen die Neue Grippe, kündigt Windhorst an. Als generelle Empfehlung will er das aber ausdrücklich nicht verstanden wissen.

Lesen Sie dazu auch:
Schweinegrippe: Berliner Ärzte wollen nicht impfen
KV Bayerns wirft Hausärzteverband Dumpingpreise vor

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Die meisten Schweinegrippe-Erkrankten in Deutschland sind jünger als 25 Jahre

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Ärztefunktionäre ohne Bodenhaftung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »