Ärzte Zeitung, 13.01.2010

Reha-Ärzte weiten Streik aus

Konflikt mit der Rentenversicherung verschärft sich

BERLIN (fst). Seit Dienstag und bis einschließlich Donnerstag wollen die bundesweit etwa 2000 Ärzte bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) streiken. Reha-Einrichtungen und der Sozialmedizinische Dienst würden auf eine Notbesetzung heruntergefahren, kündigte der Marburger Bund an (wir berichteten bereits).

Man werde die Streiks kommende Woche fortsetzen, wenn die Arbeitgeber nicht mit einem Angebot an den Verhandlungstisch zurückkehren, kündigte der mb an. Nach seinen Angaben verdienen die DRV beschäftigten Ärzte etwa zehn Prozent weniger als ihre Kollegen an kommunalen Krankenhäusern.

Die DRV bezeichnete die Streikaktionen als "nicht nachvollziehbar". Man habe dem mb ein Angebot vorgelegt, das die Gehälter der Ärzte in Reha-Kliniken um durchschnittlich 360 Euro pro Monat steigen lassen würde. Von den Streiks seien sechs der 27 Rehabilitationskliniken der DRV Bund betroffen.

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