Ärzte Zeitung, 05.02.2010

NRW-Minister kündigt Protest bei Rösler an

KÖLN (iss). Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) unterstützt die niedergelassenen Ärzte des Landes in ihrem Einsatz für eine gerechtere Honorierung. "Patienten müssen die bestmögliche ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen können - dazu gehört aber auch, dass die Leistungen der Ärzte hierzulande genauso honoriert werden wie die der Mediziner in anderen Bundesländern", sagte Laumann.

Er kündigte an, dass er sich bei Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) für die Belange der NRW-Ärzte einsetzen werde. "Wir werden weiter für eine gerechtere Verteilung der Gelder für die ambulante Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen kämpfen." Die Kritik an der Honorarreform sollten die Niedergelassenen aber nicht in die Praxen tragen, findet der Minister.

"Wenn sich die Ärzte jetzt an ihre Patienten wenden, treffen sie die Falschen - sie sollten vielmehr die Kassenärztliche Bundesvereinigung ansprechen." Laumann reagiert damit auf die jetzt angelaufene Kampagne des Aktionsbündnisses der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten, des Landesverbands Praxisnetze NRW und der KV Westfalen-Lippe. "Junge Ärzte gehen nicht nur ins Ausland ... sondern auch in andere Bundesländer" und "Mein Geld geht fremd ... meine Versicherungsbeiträge unterstützen die Wirtschaft in den anderen Bundesländern" heißt es auf zwei Wartezimmerplakaten (wir berichteten).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »