Ärzte Zeitung, 02.03.2010

Medizinische Fakultäten suchen Schulterschluss

KÖLN (acg). Die Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen wollen enger zusammenarbeiten. In einer gemeinsamen Erklärung haben sie sich zum Ziel gesetzt, noch mehr ergänzende Angebote in der Lehre und gemeinsame Forschungsprojekte durchzusetzen. "Mit der Kooperation wollen wir effizienteres Arbeiten möglich machen", sagt Professor Klaus Überla, Prodekan der Medizinischen Fakultät der RUB. 

Medizinstudenten können bereits fakultätsübergreifend die Fächer "Rechtsmedizin" sowie "Geschichte und Terminologie der Medizin" belegen. Ein Institut für Rechtsmedizin gibt es nur in Essen, Seminare finden aber an beiden Standorten statt. Umgekehrt liegt der Fall bei dem Fach "Geschichte und Terminologie der Medizin". Weitere ortsübergreifende Angebote sind in Planung. "Darüber diskutieren wir noch", sagt Überla. 

Den Modellstudiengang Medizin, den die RUB anbietet, können Studierenden aus Essen nicht besuchen. Wer einen Platz bekommen möchte, muss an der RUB eingeschrieben sein. In der Forschung gibt es bereits eine Kooperation zwischen Wissenschaftlern aus Bochum, Essen und der Universität Wuhan (China) bei HIV/Aids. Weitere gemeinsame Forschungsprojekte sollen folgen. 

"Wir wollen Projekte von Wissenschaftlern aus Essen und Bochum, die zusammenarbeiten wollen, anteilig mit fakultätsinternen Fördermitteln unterstützen", sagt Überla. "Das spart Zeit, weil wir nicht mehr jeden Forschungsantrag einzeln prüfen müssen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »