Ärzte Zeitung, 03.03.2010

Pädiater fordern nach Hartz-IV-Urteil mehr Chancengleichheit

KÖLN (ras). Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz-IV-Regelsätzen hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mehr Chancengleichheit für sozial benachteiligte Kinder gefordert.

Bei einer Neuregelung der Bedarfssätze oder Unterstützungsangebote müsse dieser Aspekt berücksichtigt werden. "Es geht darum, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Anfang an zu ermöglichen", sagte Verbandssprecher Dr. Ulrich Fegeler. Die Frühförderung müsste ausgebaut und qualitativ verbessert werden, um die Chancen aller Kinder auf einen guten Schulabschluss, eine positive Sozialprognose und einen besseren Gesundheitsstatus zu erhöhen.

Daher sei es nötig, das vorschulische Betreuungssystem auszubauen und zu verbessern. Medizinische Hilfsangebote wie Logopädie, Ergotherapie oder Krankengymnastik könnten frühkindliche Förderdefizite von Kindern aus sozial benachteiligten Familien nicht ausgleichen. Die Förderung müsse rechtzeitig in pädagogischen Einrichtungen wie Kindertagesstätten erfolgen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »