Ärzte Zeitung, 05.03.2010

Kammer Hessen rügt Lockerung des Rauchverbots

FRANKFURT/MAIN (ine). Als "Rückschlag für den Nichtraucherschutz" bezeichnet Hessens Ärztekammerchef Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach die vom Landtag beschlossene Lockerung des Rauchverbots.

Die Entscheidung der Regierung, Rauchen in Eckkneipen, Gaststätten mit einfacher Küche, geschlossenen Gesellschaften und Festzelten wieder zu erlauben, sei völlig unverständlich. Vor allem Kinder und Jugendliche seien gefährdet: Ihnen schade der Qualm nicht nur körperlich mehr als einem Erwachsenen. Rauchen mache sie auch schneller abhängig. Nach Meinung des Kammerpräsidenten sollte Rauchen überall dort, wo Publikumsverkehr ist, rigoros verboten werden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden mussten in Hessen etwa 11 800 Menschen im Jahr 2008 aufgrund bösartiger Neubildungen stationär behandelt werden.

Lesen Sie dazu auch:
Hessen lockert Rauchverbot

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »