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Rauchverbote zeigen offenbar Wirkung

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Vor allem junge Erwachsene zeigen sich scheinbar von den Rauchverboten beeindruckt. © moonrun / fotolia.de

Vor allem junge Erwachsene zeigen sich scheinbar von den Rauchverboten beeindruckt. © moonrun / fotolia.de

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BERLIN (nös). Die seit einigen Jahren in der Gastronomie und öffentlichen Einrichtungen geltenden Rauchverbote zeigen offenbar eine positive Wirkung. Besonders unter den jungen Erwachsenen sei die Zahl der Raucher von rund 40 Prozent im Jahr 2006 um drei Prozentpunkte gesunken, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag mit.

Das DIW hatte gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) die Daten von rund 20 000 Personen in 11 000 Haushalten ausgewertet. Die Daten stammen aus dem so genannten Sozio-ökonomischen Panel (SOEP). Die Auswertung der Daten zeige deutlich, dass Rauchverbote positive gesundheitliche Effekte haben, und zwar über die Einschränkung des Passivrauchens hinaus, so Silke Anger, Mitautorin der Studie.

Im Jahr 2006 haben nach Zahlen des DIW unter der Gruppe der jungen Erwachsenen, also der Zielgruppe, die überproportional ausgeht, rund 40 Prozent geraucht. Seit Einführung des Rauchverbots sei diese Zahl um drei Prozentpunkte gesunken. Für einen Rückgang des Nikotinkonsums in der Gesamtbevölkerung gibt es laut DIW aber keine Anzeichen. Deutlich sei der Einbruch nur bei vor allem jüngeren, alleinstehenden und in Städten lebenden Menschen. Silke Anger: "Da zeigt sich deutlich die Wirkung eines solchen Rauchverbots."

Rauchverbote gibt es seit 2008 in allen Bundesländern. Mit Ausnahmen in einigen Ländern gelten die Verbote in öffentlichen Gebäuden, Gaststätten, Diskotheken und Kneipen. Mit den Rauchverboten sollten vor allem Nichtrauchern und Angestellte in der Gastronomie für passivem Nikotinkonsum geschützt werden. Die Durchsetzung der Rauchverbote ist in Deutschland eine Sache der Länder. In den einzelnen Bundesländern wurden die Verbote zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Ausnahmeregelungen eingeführt. Für das DIW war das offenbar ein Glücksfall: So habe man die Auswirkungen unterschiedlich strenger Gesetze messen können.

Wie die Forscher in ihrer Studie herausgefunden haben, sei der Nikotinkonsum deutlich in den Ländern zurückgegangen, die keine separaten Raucherräume in Diskotheken erlauben. Für die Wissenschaftler ein klares Indiz, dass Rauchverbote gerade bei jungen Menschen zu weniger Nikotinkonsum führen. Allerdings müssten dafür die Rauchverbote auch entsprechend durchgesetzt werden.

Veröffentlichung des DIW: "One Last Puff? Public Smoking Bans and Smoking Behavior" In: SOEPpapers Nr. 289/2010

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