Ärzte Zeitung, 16.04.2010

Termin für die Vorsorge gibt's im Fanshop

In Köln fängt die AOK Muffel der Darmkrebsfrüherkennung im Fußballstadion ein

KÖLN (iss). Die AOK Rheinland/Hamburg will die Fans des 1. FC Kölns zu Anhängern der Darmkrebs-Früherkennung machen.

Termin für die Vorsorge gibt's im Fanshop

So sehen Sieger aus: Fans des 1. FC Köln bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. © dpa

Mitarbeiter der Krankenkasse werden bei Spielen des Bundesligaclubs nicht nur über die Vorsorgekoloskopie informieren, sondern für Interessierte auch Termine vermitteln.

"Wenn die Männer ins Stadion des 1. FC Köln gehen, erhalten sie eine Karte mit der Aufforderung, zur Darmkrebs-Früherkennung zu gehen", berichtet der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg Wilfried Jacobs - ehemaliger Präsident des FC-Erzrivalen Borussia Mönchengladbach - auf der MCC-Fachkonferenz "Onkologie 2010" in Köln.

Anspruchsberechtigte sollen direkt in den Fanshop des 1. FC gehen. Dort sitzen zwei Mitarbeiter der AOK mit Listen von Ärzten aus der Region, die eine Koloskopie-Berechtigung haben. Am Montag nach dem Spiel machen die AOK-Mitarbeiter mit dem gewünschten Arzt einen Termin aus, sagte Jacobs. Über die Früherkennungs-Maßnahme erhält der Mann eine Bestätigung vom Arzt. "Dafür kann er sich beim nächsten Spiel einen Artikel aus dem Fanshop holen."

Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich die Teilnahmeraten bei der Krebsfrüherkennung durch die direkte Ansprache der Anspruchsberechtigten deutlich erhöhen lassen, betonte der AOK-Chef. Seine Kasse hat sehr gute Erfahrungen gemacht, als sie über 250 000 Versicherte im Alter von 55 bis 65 zum Thema Vorsorge-Koloskopie anschrieb.

Weitere Informationen auf

www.aerztezeitung.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »