Ärzte Zeitung, 30.04.2010

Koalition will Forschung und Innovation fördern

Die Gesundheitswirtschaft hat sich als stabile Branche in der Krise erwiesen. Deswegen will die Koalition diese nun fördern.

Von Sunna Gieseke

BERLIN. Die schwarz-gelbe Koalition will noch in dieser Legislaturperiode zwölf Milliarden Euro mehr in die Bereiche Bildung und Forschung investieren. "Diese Themen stehen ganz oben bei uns auf der Agenda", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anlässlich des "Zukunftskongresses Gesundheitswirtschaft" des Bundesministerum für Gesundheit.

Profitieren vom Geldsegen soll offenbar auch die Gesundheitswirtschaft. Diese habe große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland, so Merkel. In Zeiten der Wirtschaftskrise wolle man alle Wirtschaftszweige stärken, in denen Wachstum möglich sei. Mit rund 260 Milliarden Euro Umsatz sei die Gesundheitsbranche - der neben Kliniken, Arztpraxen und Apotheken auch Unternehmen der Medizintechnik angehören - einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Bereits jetzt seien in der Gesundheitswirtschaft 4,5 Millionen Menschen beschäftigt.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sieht in der Branche ein Stück Zukunftssicherheit: "Eine leistungsfähige und florierende Gesundheitswirtschaft trägt zu unserem modernen und leistungsfähigen Gesundheitssystem in Deutschland bei." Sie sei ein Garant für Arbeitsplätze. Bis 2030 könnten 20 Prozent aller Beschäftigten in Medizin und Pflege arbeiten. Aus diesem Grund solle der Gesundheitsstandort Deutschland weiter gestärkt werden.

"Die Gesundheitswirtschaft wird weiter wachsen und als Jobmotor noch wichtiger", so Rösler. Wie stark sie wachse und welche Chancen sie für Unternehmen und Beschäftigte biete, hänge auch von den "schrittweisen" Veränderungen ab, die die Politik auf den Weg bringe. Daher sei es wichtig, für eine solide und faire Finanzierung der GKV zu sorgen. Die Gesundheits- müssten von den Arbeitskosten entkoppelt werden.

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