Ärzte Zeitung, 04.05.2010

Branche stuft Lage als "noch gut" ein

Erstmals "Index für die Gesundheitswirtschaft" veröffentlicht / Präsentation beim Hauptstadtkongress

BERLIN (hom). Die Akteure der Gesundheitswirtschaft wie Ärzte, Apotheker, Handel oder Pharmaunternehmen - sehen der Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits erwarten sie eine steigende Nachfrage nach ihren Gütern und Dienstleistungen. Andererseits rechnen sie mit einer sich verschlechternden Ertragslage.

zur Großdarstellung klicken

Die Ertragslage der Gesundheitswirtschaft ist gemischt.

Zu diesen Ergebnissen kommt der in Deutschland erstmals erhobene "Index für die Gesundheitswirtschaft", der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Der monatlich erscheinende Index wird gemeinsam vom Verlag Springer Medizin, zu dem auch die "Ärzte Zeitung" gehört, und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) veröffentlicht.

Für die erste Erhebung wurden in der zweiten Aprilhälfte insgesamt 635 Unternehmen aus der Gesundheitsbranche sowie Ärzte, Zahnärzte und Apotheker nach ihrer aktuellen und zukünftigen Ertragssituation sowie zur Entwicklung von Preisen und Honoraren befragt. Auf dem heute beginnenden Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2010 werden die Ergebnisse erstmals einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Am Hauptstadtkongress nehmen rund 8000 Ärzte, Klinikmanager, Pflegekräfte sowie Entscheider aus Politik und Gesundheitswirtschaft teil.

Harm van Maanen, Executive Vice President Springer Medizin, bezeichnete den Index als Teil einer groß angelegten "Qualitätsinitiative Gesundheitswirtschaft" des Verlages Springer Medizin. "Unser Ziel ist es", so van Maanen, "neben den bereits existierenden und anerkannten Kompetenzfeldern Medizin und Gesundheitspolitik den Bereich Wirtschaft und speziell Gesundheitswirtschaft als dritten Kompetenzbereich auszubauen."

Der Präsident und Initiator des Hauptstadtkongresses, Berlins früherer Gesundheits- und Sozialsenator Ulf Fink, verglich den neuen "Index für die Gesundheitswirtschaft" mit dem ifo-Geschäftsklimaindex, der ebenfalls monatlich erscheint und unter Wirtschaftsexperten als wichtiger Frühindikator der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland gilt.

 
Der "Index für die Gesundheitswirtschaft" steht als PDF zum kostenlosen Download auf dem Portal SpringerMedizin.de, dem Fachportal für Ärzte, zur Verfügung. Bei Klick auf einen Artikel gelanden Sie ohne Registrierung oder Login zum PDF.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »