Ärzte Zeitung, 29.09.2010

Bund fördert Forschung zu Gewalt gegen Kinder

BERLIN (eb). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat angekündigt, 32 Millionen Euro für Forschungsprojekte zu Ausmaß, Ursachen und Folgen von Missbrauch und Gewalt gegen Kinder zur Verfügung zu stellen. Dazu soll das interdisziplinäre Forschungsnetz "Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt" geschaffen werden. Wirkungsvolle Prävention von Gewalt und Therapie der Betroffenen seien Ziele.

Das BMBF will das Forschungsnetz mit rund 20 Millionen Euro ausstatten. Um die Datengrundlage zu verbessern, soll die einzige deutsche Repräsentativbefragung aus dem Jahr 1992 zur Thematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern aktualisiert und erweitert werden.

Wie 1992 wird das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) dieses Vorhaben realisieren. Weder gebe es aktuelle Zahlen zum tatsächlichen Ausmaß sexuellen Kindesmissbrauchs, noch zu den spezifischen Risikokonstellationen seiner Entstehung, sagte Professor Christian Pfeiffer, Direktor des KFN und Leiter der Untersuchung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »