Freitag, 25. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 04.11.2010

Kliniken in Rheinland-Pfalz steht Umbruch bevor

Der Landeskrankenhausplan sieht eine verstärkte Zentrenbildung vor.

Kliniken in Rheinland-Pfalz steht Umbruch bevor

Malu Dreyer (SPD), Gesundheitsministerin von Rheinland-Pfalz.

© dpa

MAINZ (chb). Die Krankenhauslandschaft in Rheinland-Pfalz wird sich in einigen Bereichen in den nächsten Jahren erheblich verändern. Das geht aus dem bis 2016 reichenden Landeskrankenhausplan hervor, den Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) kürzlich vorgestellt hat.

So habe ein Gutachten der Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung (GEBERA) festgestellt, dass einige Kliniken bei bestimmten Eingriffen nicht die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Mindestmengen erreichten. Das betreffe vor allem Behandlungen der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse. Deshalb plane die Landesregierung nun, die Leistungserbringung für diese Krankheitsbilder auf bestimmte Zentren zu konzentrieren, so die Ministerin. "Gemeinsam mit allen an der Krankenhausplanung Beteiligten wird das Ministerium jeweils ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung für jedes Versorgungsgebiet mit einem speziellen Versorgungsauftrag festlegen", kündigte sie an.

Verbessert werden soll auch die gefäßchirurgische Behandlung in den rheinland-pfälzischen Kliniken. Nach Angaben der Ministerin sind derzeit landesweit 30 Krankenhäuser gefäßchirurgisch tätig, aber lediglich zwei hätten ein Zertifizierungsverfahren nach den Maßgaben der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie durchlaufen. Im Zuge des neuen Krankenhausplans fordert das Ministerium nun alle Kliniken im Land, die gefäßchirurgische Leistungen anbieten, auf, sich bis Ende 2012 zertifizieren zu lassen. "Das Zertifikat soll Grundlage für eine entsprechende Erneuerung des Versorgungsauftrages sein", so die Ministerin. Um eine qualitativ hochwertige gefäßchirurgische Versorgung sicherzustellen, könne auch über die Vernetzung von Kliniken, mobile Op-Teams und die Bildung von Zweigstellen nachgedacht werden, hieß es bei der Vorstellung des Krankenhausplans.

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