Ärzte Zeitung, 04.11.2010

Universität Münster erinnert an verfolgten Pharmakologen

KÖLN (iss). Die medizinische Fakultät der Universität Münster setzt sich mit ihrer braunen Vergangenheit auseinander. Vor dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie wird am Samstag ein "Stolperstein" verlegt.

Er soll an den von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Pharmakologen Professor Hermann Freund erinnern, der das Institut bis 1935 leitete. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Mit den Gedenktafeln aus Messing, die er in den Bürgersteig einlässt, will Demnig Opfer vor dem Vergessen bewahren. In Münster wird er einen zweiten Stolperstein vor dem letzten Wohnhaus von Freund verlegen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »