Ärzte Zeitung, 07.04.2011

Vorpommern nimmt multiresistente Erreger in den Fokus

GREIFSWALD (di). Ein Verbund in Vorpommern arbeitet an neuen Strategien gegen multiresistente Erreger. Auch niedergelassene Ärzte sollen die entwickelten Maßnahmen anwenden.

In Greifswald fiel der Startschuss für das Projekt HICARE, das beim bundesweiten Wettbewerb Gesundheitsregionen der Zukunft im Jahr 2010 als Sieger hervorgegangen war. Ziel des Verbunds sind integrative Versorgungskonzepte für die Region an der Ostsee.

Eines der Konzepte beschäftigt sich mit der Frage, wie die Ausbreitung multiresistenter Erreger eingedämmt werden kann. Dafür stehen in den kommenden vier Jahren 16 Millionen Euro zur Verfügung.

Unter Federführung der Universitäten Greifswald und Rostock sind über 40 Partner, darunter mehrere Kliniken aus der Region, beteiligt. Unter anderem sollen Tests und Maßnahmen entwickelt werden, mit denen die aktuelle Infektionssituation in Krankenhäusern ermittelt und verbessert werden kann.

Auch Richtlinien für ein Qualitätsmanagement werden angestrebt. Diese sollen außer in Kliniken auch bei niedergelassenen Ärzten und in Pflegeeinrichtungen Anwendung finden. Von dem HICARE-Projekt verspricht sich die Region in Vorpommern über 50 neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »