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Ärzte Zeitung, 16.06.2011

Deutsche Mädchen sind schlecht vor HPV geschützt

KÖLN (HL). Mädchen und junge Frauen in Deutschland sind im internationalen Vergleich relativ schlecht durch eine Impfung gegen HPV vor einem Zervixkarzinom geschützt. Die hohe Zahl an Impfungen im Jahr 2007 wertet das Wissenschaftliche Institut der PKV als einen außergewöhnlich hohen einmaligen Einführungseffekt der damals neuen Impfungen mit Gardasil® und Cervarix®.

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In einer Studie hat das Institut die Verordnungsdaten der HPV-Impfstoffe ausgewertet und sie mit den Durchimpfungsraten anderer europäischer Länder verglichen. Die wichtigsten Ergebnisse:

2007 gab es bei den weiblichen PKV-Versicherten zwischen neun und 26 Jahren 263 Verordnungen pro 1000 Versicherte der Zielgruppe. Zwei Jahre später hatte sich die Verordnungsrate auf nahezu ein Viertel reduziert.

17-jährige Mädchen haben höchste Impfquote

Die höchste Impfquote ist bei den 17-jährigen Mädchen auszumachen: Sie betrug 2007 23,6 Prozent und 2008 11,9 Prozent.

Per 31. Dezember 2009 waren in den Jahrgängen 1990 bis 1992 mehr als ein Drittel aller jungen privatversicherten Frauen (36 Prozent) gegen HPV geimpft.

Höhere Impfraten in anderen Ländern

Andere Länder erreichen weit höhere Impfraten. Großbritannien und Portugal liegen mit 80 Prozent an der Spitze.

Ursächlich ist eine konsequente Impfstrategie: in Großbritannien ein Schulimpfprogramm für zwölf- bis dreizehnjährige Mädchen sowie Catch-up-Programme bei 15- bis 18-Jährigen.

In Portugal erfolgt die Impfung unentgeltlich durch Gesundheitszentren, kombiniert mit Einladungen an die Eltern.

In Deutschland wird meist nur auf Nachfrage der Eltern oder Betroffenen geimpft.

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