Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 16.09.2011

Konflikt um mobile Zahnarztpraxis

DARMSTADT (ine). Die zahnmedizinische Versorgung in Alten- und Pflegeheimen ist defizitär. Hausbesuche sind für Ärzte nicht kostendeckend, sagt der Darmstädter Zahnarzt Dr. Martin Ahrberg.

Er will ein Modellprojekt starten und Patienten in Pflegeheimen mit einer mobilen Praxis aufsuchen. Vorbild sind die Niederlande. Dort sind derzeit bereits 25 Dentomobile im Einsatz, mit denen Jugend- , Behinderten- und Seniorenheime angefahren werden.

Im Schnitt behandeln die Zahnärzte dort etwa 30 Patienten am Tag. Das möchte Ahrberg nun auch im Raum Darmstadt tun. Die Zahnärztliche Vereinigung in Frankfurt/Main hat seinen Antrag abgelehnt.

Die Zahnärztekammer hält das Projekt angesichts der Versorgungsdefizite in Pflegeheimen zwar für eine gute Idee. Allerdings dürfe die freie Arztwahl nicht eingeschränkt werden. Auch seien die mobilen Praxen sehr teuer.

Der Kaufpreis liegt bei 400.000 Euro. Mit diesem Betrag könnte man in mehreren Pflegeheimen eigene Behandlungsräume einrichten, so der Vize-Präsident der Kammer Dr. Giesbert Schulz-Freywald im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »