Konflikt um mobile Zahnarztpraxis

DARMSTADT (ine). Die zahnmedizinische Versorgung in Alten- und Pflegeheimen ist defizitär. Hausbesuche sind für Ärzte nicht kostendeckend, sagt der Darmstädter Zahnarzt Dr. Martin Ahrberg.

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Er will ein Modellprojekt starten und Patienten in Pflegeheimen mit einer mobilen Praxis aufsuchen. Vorbild sind die Niederlande. Dort sind derzeit bereits 25 Dentomobile im Einsatz, mit denen Jugend- , Behinderten- und Seniorenheime angefahren werden.

Im Schnitt behandeln die Zahnärzte dort etwa 30 Patienten am Tag. Das möchte Ahrberg nun auch im Raum Darmstadt tun. Die Zahnärztliche Vereinigung in Frankfurt/Main hat seinen Antrag abgelehnt.

Die Zahnärztekammer hält das Projekt angesichts der Versorgungsdefizite in Pflegeheimen zwar für eine gute Idee. Allerdings dürfe die freie Arztwahl nicht eingeschränkt werden. Auch seien die mobilen Praxen sehr teuer.

Der Kaufpreis liegt bei 400.000 Euro. Mit diesem Betrag könnte man in mehreren Pflegeheimen eigene Behandlungsräume einrichten, so der Vize-Präsident der Kammer Dr. Giesbert Schulz-Freywald im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

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