Ärzte Zeitung, 13.10.2011

Frühverrentungen wegen kranker Psyche steigen stark

BERLIN (fst). Die Zahl der Frühverrentungen aufgrund von psychischen oder Verhaltensstörungen hat zwischen 2008 und 2009 dramatisch zugenommen.

10,3 Prozent mehr Männer und 13,9 Prozent mehr Frauen sind 2009 mit dieser Diagnose verrentet worden als noch im Jahr zuvor. Darauf hat der BKK-Bundesverband hingewiesen.

Bei anderen Diagnosegruppen fällt die Zunahme deutlich geringer aus. Aufgrund von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gingen im Jahr 2009 14.014 Männer vorzeitig in Rente, das entspricht einem Anstieg von nur 0,25 Prozent im Vergleich zu 2008.

Bei den Frauen betrug die Zunahme 3,5 Prozent; 12.222 Beschäftigte schieden wegen dieser Erkrankung vorzeitig aus dem Berufsleben aus.

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