Ärzte Zeitung, 18.10.2011

Kommentar

Ärztliches Handeln ist Friedensarbeit

Von Pete Smith

Gesundheit und Frieden werden häufig negativ definiert, nämlich als Abwesenheit von Krankheit und Krieg. Dass Ärzte sowohl zur Gesundheit als auch zum Frieden positiv beitragen, tritt angesichts einer von Ökonomie geprägten Debattenkultur oft in den Hintergrund.

Umso wichtiger ist es, das zentrale Motiv ärztlichen Handelns ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und in der medizinischen Ausbildung stärker als bisher zu verankern.

Ärzte sehen hin, Ärzte hören zu - sie sind auch Zeugen von Gewalt. Das gilt für Mediziner, die in Krisenregionen tätig sind, und für die Kollegen im eigenen Land.

Wer sich bei untypischen Verletzungsmustern nicht mit lahmen Erklärungen zufrieden gibt, wer Patienten - Kinder, Alte, Frauen und Männer - ernst nimmt, wenn sie von Gewalterfahrungen berichten, wer auf Missstände hinweist und zu deren Beseitigung beiträgt, der leistet Friedensarbeit im besten Sinne des Wortes.

Zum Frieden in einer Gesellschaft gehören das Wohlbefinden des Einzelnen, sein Gefühl von Sicherheit sowie sein Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit - Ärzte befördern Wohlbefinden und stellen Sicherheit und Vertrauen (wieder) her. Dabei, auch das sei erwähnt, riskieren sie mitunter eigene Nachteile.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Wie Ärzte helfen können, den Frieden zu fördern

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »