Ärzte Zeitung, 17.10.2011

EKD fordert Umsteuern in Gesundheitspolitik

DÜSSELDORF (dpa). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ein Umsteuern in der Gesundheitspolitik hin zu mehr Solidarität gefordert.

Zu erwägen sei, bei der Berechnung der Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung auch andere Einkommensarten als nur das Erwerbseinkommen heranzuziehen. Das geht aus einer am Montag in Düsseldorf vorgestellten Denkschrift zur Gesundheitspolitik hervor.

Bei der Vorbeugung von Gesundheitsrisiken sollte nach Ansicht der Kirche weniger auf individuelle Verhaltensänderung und mehr auf staatliche Regulierung gesetzt werden, um die Gesundheit der gesamten Bevölkerung zu verbessern.

Am Beispiel Tabak zeige sich, dass Aufklärungskampagnen im Gegensatz zu Steuererhöhungen und Werbeverboten "enttäuschend geringe Effekte" erzielt hätten.

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