Freitag, 25. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 02.02.2012

Immer mehr Stiftungen in Deutschland

BERLIN (dpa). Die Zahl der Stiftungen in Deutschland hat trotz der Finanzkrise ein Rekordhoch erreicht. 2011 wurden nach Verbandsangaben 817 neue Stiftungen bürgerlichen Rechts errichtet, insgesamt sind es nun 18.946.

"Die erneut hohe Zahl an Neugründungen hat mich überrascht", sagte Wilhelm Krull, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, am Donnerstag in Berlin. Das Wachstum hat sich allerdings verlangsamt. 2007 waren es noch mehr als 1000 neue Stiftungen.

"Ungeachtet der Sorgen um den Euro und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, zeigen sich Stifter in Gründerlaune", erklärte Krull.

Die Rechtsform bleibe weiter attraktiv für nachhaltiges, bürgerschaftliches Engagement. Das aktuell niedrig liegende Zinsniveau macht den Stiftungen der Mitteilung zufolge aber Probleme bei der Wiederanlage des Geldes.

Das Land mit den meisten Neugründungen ist Nordrhein-Westfallen (167), die wenigsten wurden in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 6) sowie in Bremen (5) verzeichnet. Die große Mehrheit der Stiftungen (92,5 Prozent) wurde 2011 in den alten Bundesländern ins Leben gerufen.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

"Ärzte Zeitung" und AOK suchen einen Landarzt

"Landarzt gesucht" - unter diesem Motto suchen die "Ärzte Zeitung" und der AOK-Bundes­verband für die Gemeinde Woldegk in Mecklenburg einen neuen Hausarzt. Im Interview sprechen der AOK-Chef und der Chef von Springer Medizin über die Hintergründe. mehr »

Ärzte, vernetzt Euch!

Vom Deutschen Ärztetag soll ein Aufruf ausgehen für mehr vernetztes Arbeiten von Ärzten. Doch die Botschaft stieß nicht auf einhellige Begeisterung. Denn Kooperationen bergen auch das Risiko neuer Abhängigkeiten für Ärzte, warnten Delegierte. mehr »

Ein Jahr nach EHEC: "Viele Ärzte haben gar nicht gemeldet"

Viel wurden die Behörden während der EHEC-Epidemie gescholten. Doch auch an der Basis, bei den Ärzten, lief nicht alles rund. Im Interview zieht der Chef-Epidemiologe vom Robert Koch-Institut, Professor Gérard Krause, Lehren und spricht über selbst ernannte Experten. mehr »