Ärzte Zeitung, 14.03.2012

Uni Greifswald baut Krebsregister für Nordosten auf

GREIFSWALD (di). Das Institut für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald soll ein zentrales Krebsregister für Mecklenburg-Vorpommern aufbauen. Mit einer entsprechenden Rechtsverordnung setzt der Nordosten eine Empfehlung des Nationalen Krebsplanes um.

Das Register soll mit landesweiten Auswertungen der hier zusammengeführten Daten aus den Tumorzentren unter anderem bei der Verbesserung von Diagnostik, Behandlung und Nachsorge aller Krebserkrankungen an der Ostsee unterstützen.

Das Greifswalder Institut setzte sich in einem offenen Bieterverfahren durch. Die Treuhandstelle zur Sicherung des Schutzes der klinischen und persönlichen Daten wird außerhalb der Universität am Landesamt für Gesundheit und Soziales, Standort Greifswald, eingerichtet.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten vier Tumorzentren in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald. Jedes Zentrum betreibt für seinen Einzugsbereich ein klinisches Krebsregister.

Fortlaufend Daten

Die Register erhalten fortlaufend Daten über das Auftreten, die fachübergreifende Behandlung, die Nachsorge und den Verlauf von Krebserkrankungen von den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.

Die Aufteilung auf vier Standorte erschwerte bislang die landesweiten Auswertungen.

Das Register soll zur onkologischen Qualitätssicherung und zu einer höheren Wirksamkeit und Effizienz der Krebsbehandlung beitragen. Meldungen der behandelnden Ärzte und der regionalen klinischen Krebsregister an die Treuhandstelle sind gesetzlich geregelt.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (72049)
Organisationen
Uni Greifswald (189)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »