Ärzte Zeitung, 06.05.2012

Herzkranke Kinder selten über Sex aufgeklärt

Auch Jugendliche mit Herzfehlern haben Fragen zu Sexualität und Familie. Doch Kardiologen scheuen sich oft vor der Beratung, sagt der Bundesverband Herzkranker Kinder.

AACHEN/DÜSSELDORF (ras). Der Bundesverband Herzkranke Kinder (BVHK) mit seinen angeschlossenen Elterninitiativen hat den Tag des Herzkranken Kindes am 5. Mai 2012 unter das Motto "Herzflattern - angeborene Herzfehler und Sexualität" gestellt.

Sexualität und Familienplanung seien zentrale Themen für Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (JEMAH).

"Doch mit angeborenem Herzfehler ist all dies nicht selbstverständlich", so BVHK-Geschäftsführerin Hermine Nock. Heranwachsende benötigten in Fragen der Sexualität eine kompetente und einfühlsame Beratung.

Daran mangelt es oft. Viele Kardiologen scheuten sich, diese Patienten auf das Thema anzusprechen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der BVHK weisen zudem darauf hin, dass sich Kinder mit angeborenen Herzfehlern zu wenig bewegen.

Dadurch komme es bereits früh zu Übergewicht. Dabei, so der Kinderkardiologe Dr. Herrmann Josef Kahl aus Düsseldorf, entscheiden Sport und Bewegung mehr noch als gesunde Ernährung darüber, wie lange das Herz schlägt.

Daher müsse bereits in Kitas und Schulen die Grundlage für den möglichst langen Erhalt der Herzfunktion gelegt werden.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (73045)
Organisationen
BVKJ (431)
Krankheiten
Adipositas (3003)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »