Ärzte Zeitung, 21.06.2012

Ältere unterschätzen Risiken von Polymedikation

BERLIN (eb). Etwa jeder vierte Patient über 65 nimmt regelmäßig fünf oder mehr ärztlich verordnete Medikamente ein. Fast jeder fünfte dieser Patienten nimmt zudem eine Arznei ein, die für ältere Menschen ungeeignet ist.

Das geht aus einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Für die repräsentative Erhebung wurden 1000 GKV-Versicherte ab 65 Jahren zu Arzneimittelverbrauch, Arzneimittelrisiskobewusstsein, Therapietreue und erlebter Arzneimittelberatung befragt.

Nach Angaben des WIdO nahmen etwa 87,1 Prozent der GKV-Versicherten über 65 in den letzten drei Monaten ärztlich verordnete Arzneimittel ein.

Rund ein Viertel von ihnen komme auf fünf oder mehr verordnete Packungen und bewege sich damit im Bereich der Polymedikation, so das WIdO.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »