Ärzte Zeitung, 14.08.2012

AOK Nordost

Wartezeiten für MRT-Termine verkürzen sich

Drei Wochen Wartezeit für einen MRT-Termin? Zu lange, sagt die AOK Nordost und präsentiert ein neues Konzept.

BERLIN (ami). Die AOK Nordost kooperiert in ihrem kasseneigenen Centrum für Gesundheit (CfG) in Berlin-Wedding nun mit einem MRT- und Teleradiologie-Anbieter.

Die Kooperation mit der medneo GmbH soll nicht nur schnelle Termine zu MRT-Untersuchungen für AOK-Versicherte ermöglichen. Zugleich werden die Befunde teleradiologisch auf Tablet-PCs der Ärzte im AOK-eigenen MVZ übertragen.

Der Vertrag soll AOK-Versicherten bei Überweisung durch einen CfG-Arzt innerhalb einer Woche einen MRT-Termin im MRT-Zentrum der medneo GmbH in der Berliner Reinhardstraße garantieren. In Berlin sind Wartezeiten auf MRT-Termine von drei Wochen und mehr für gesetzlich versicherte Patienten keine Seltenheit.

Das Diagnostikzentrum ist noch ganz neu in Berlin. Medneo stellt Radiologen dort die Geräte zur Nutzung zur Verfügung. Auf Wunsch vermitteln die CfG-Ärzte direkt einen Termin im MRT-Zentrum.

CfG-Leiter Rainer Schmidt betrachtet das als "zusätzliches Serviceangebot" und weist darauf hin, dass die freie Arztwahl bestehen bleibe. "Unsere CfG-Ärzte überweisen auf Wunsch auch zu anderen Radiologen", so Schmidt.

Die Kooperation mit der medneo GmbH umfasst auch die telemedizinische Übermittlung der MRT-Befunde. Über Tablet-PCs können die Ärzte im CfG die Befunde und befundrelevanten Bilder abrufen.

Die Bilder können an ein 3D-Modell gekoppelt werden. Das soll es dem Arzt erleichtern, seinen Patienten die Befunde anschaulich zu erklären.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (73072)
Organisationen
AOK (6955)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »