Ärzte Zeitung, 22.08.2012

Kommentar

Betroffene helfen Patienten

Von Ilse Schlingensiepen

Der Schlaganfall gehört zu den Krankheiten, die nicht nur das Leben der Betroffenen verändern, sondern auch das der pflegenden Angehörigen. Durch die Folgen der Erkrankung sowie der Pflege verschlechtert sich häufig ihre Lebensqualität.

Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer sollen im Ruhrgebiet künftig dazu beitragen, die Versorgung der Patienten zu verbessern und die Angehörigen zu entlasten. Für das Projekt der Hochschule für Gesundheit und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe werden Laien geschult, die im Wohnumfeld der Patienten zum Einsatz kommen.

Das Angebot richtet sich besonders an Schlaganfall-Patienten und Aphasiker. Sie kennen die Nöte der Betroffenen und können sie gezielt unterstützen. Gleichzeitig profitieren die Helfer selbst, hoffen die Initiatoren: Die neue Aufgabe stärkt das Selbstbewusstsein und die Teilhabe am sozialen Leben.

Die wissenschaftliche Auswertung soll zeigen, ob das Projekt die Erwartungen erfüllt und sich als Ergänzung der etablierten Angebote erweist. Sollte das der Fall sein, wäre es sinnvoll, die Helfer für ihren Einsatz langfristig auch zu bezahlen.

Das wäre ein Zeichen der Wertschätzung - für die Patienten und ihre Angehörigen und für die Helfer selbst.

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Leider fehlt hier ein Lobbyismus für ein Ja bei vielen MdB und MdL.

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