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Kommentar zu Antibiotika-Resistenzen

Erich Kästners kluge Botschaft

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:

Antibiotika-Resistenzen machen immer mehr Patienten schwer zu schaffen. Nun hat Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt und der Ärztekammer des Landes einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem es die gefährlichen Resistenzen eindämmen will.

Kernaspekt des Vorhabens: Information. Nicht nur Patienten, auch Ärzte sollen ausführlicher informiert werden. Löblich vor allem, dass mit dem System ARMIN endlich genau festgestellt werden soll, worüber man eigentlich redet: Das Doku-System zeigt, wie sich die Resistenzen ausgewählter Erreger im Land entwickeln.

In der Tat sind Transparenz und Kommunikation die conditio sine qua non bei der Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen. Allerdings: Ein bisschen beschämend ist es doch, dass Niedersachsens Kammer-Vize Dr. Gisbert Voigt im Zusammenhang des Planes betonen muss, dass jede Antibiotika-Gabe von Ärzten zuvor kritisch hinterfragt werden sollte, sowohl in Kliniken als auch im niedergelassenen Bereich, wie es hieß.

Wusste man das nicht schon längst? So könnte vielleicht eine Einsicht zum größten Verdienst des Fünf-Punkte-Planes werden: "Es gibt nichts Gutes/außer: Man tut es" (Erich Kästner).

Lesen Sie dazu auch: Neuer Job: Der Arzt als Antibiotika-Beauftragter

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